Halbinsel Valdés – Puerto Madryn

An der Atlantikküste, im Norden Patagoniens, liegt die Halbinsel („Península“) Valdés, ein magischer Ort, an den sich die Wale des Südens jedes Jahr von Mai bis Dezember zur Fortpflanzung begeben. Obwohl diese Wale natürlich die Hauptattraktion darstellen, kann der Besucher das Artenreichtum in der Tier- und in der Pflanzenwelt entdecken; zum Beispiel die Kolonien von Seelöwen, die problemlos das ganze Jahr über an der Küste der Halbinsel zu beobachten sind. 180 km weiter gibt es noch einen interessanten Naturpark: Punta Tombo, mit über einer Million Exemplaren die größte Pinguinkolonie der Welt, abgesehen von der Antarktis natürlich.

Von September bis April kann man hier nicht nur Magellan-Pinguine sichten, sondern auch Kormorane, Nandus, Guanakos, Seehunde und Patagonien-Hasen. Nicht weit von Trelew befindet sich Gaiman, eine walisische Kolonie aus dem 19. Jahrhundert. Der ehemalige Bahnhof ist heute ein interessantes Museum. Tee und walisische Torten lassen die Tradition weiterleben und werden gern mit Gästen geteilt. Die Geschichte Patagoniens begann im Jahre 1520 mit den Abenteuern des ersten Weltumseglers, Fernando de Magallanes, der an einer gelben Steilküste von hochgewachsenen Indianern begrüßt wurde. 66 Jahre später legte auch der Pirat Thomas Cavendish hier an und gab dem Ort den Namen eines seiner Schiffe, „Deseo“. Nach Hunderten von Jahren, an denen hier Schiffe anlegten und wieder abfuhren, ist Puerto Deseado heute der jüngste Nationalpark Patagoniens.